Unterwäsche
Erst Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Unterwäsche in der Form, wie wir sie heute kennen. Während Unterwäsche heutzutage vor allem bequem und hygienisch sein soll, hatte sie früher auch die Aufgabe, den Körper züchtig zu bedecken – im 19. Jahrhundert trugen die Frauen zahllose Unterröcke und
- hemden – und zu modellieren. Schon junge Mädchen wurden deshalb in Korsetts gezwängt, was bei den jungen Damen nicht selten zu Verstopfungen, Atemnot oder Schwindsucht führte. Der Büstenhalter, der sich nach dem ersten Weltkrieg durchsetzte, war da eine echte Befreiung für die Frauen. In den 1960ern wiederum wurde er als Zeichen der Einengung abgelehnt und auch schon mal von Feministinnen öffentlich verbrannt.
Unterhemd, Slip & Co
Quelle: freedigitalphotos.net | djcodrinFür gewöhnlich ist
Unterwäsche aus bequemen und hautfreundlichen Materialien gefertigt. Heutzutage kommen Unterhemd, Slip & Co. in vielfältigen Formen und Farben, von der langen Unterhose für kalte Tage und den klassischen Feinripp-Unterhosen über String, Tanga, Panties bis hin zu Boxer und Leggins vor. Bei der Unterwäsche für den Oberkörper wäre die Abwechslung nicht ganz so groß, gäbe es nicht die BHs als der Frauen liebstes
Modeaccessoire. Für feine
Dessous und Lingerie – die edle Version der Unterwäsche wie
Passionata Unterwäsche, etwas altertümlich auch als Reizwäsche bezeichnet – gibt das schöne Geschlecht zum Teil erhebliche Summen aus. Neueren Umfragen zufolge geht es den Damen dabei kaum darum, den Herren der Schöpfung zu gefallen; vielmehr steht das eigene Wohlbefinden und Belohnen im Vordergrund. Heute viel stärker als früher ist Unterwäsche, ähnlich wie
Bademode, auch ein Stück Lifestyle geworden.