Mode und Gesundheit

Das äußere Erscheinungsbild eines Menschen wird maßgeblich durch die Kleidung und damit auch durch aktuelle Modetrends bestimmt. Kleidung ist eine zweite Haut, definiert, wie man selbst sich wahrnimmt oder von anderen wahrgenommen wird. Auch Menschen, die betont ungepflegt oder unmodisch erscheinen, bringen indirekt etwas zum Ausdruck, was mit Mode zu tun hat, nämlich dass sie ihrer äußeren Erscheinung wenig Wert beimessen und möglicherweise auch sich selbst.
 
Mode ist ein Ausdruck der Befindlichkeit eines Menschen und kann umgekehrt die eigene Befindlichkeit maßgeblich beeinflussen. Eine positive Außenwahrnehmung wirkt sich auch positiv auf die Eigenwahrnehmung aus. Neben der eigenen emotionalen Ausstrahlung leistet Mode in vielen Fällen einen wichtigen Beitrag, damit dies geschieht. So betrachtet gibt es eine enge Beziehung zwischen Mode und Gesundheit. Unsere Kleidung kann wie eine Arznei aus der Apotheke wirken, weil sie das Selbstwertgefühl steigert.
Mode und Gesundheit
Quelle: freedigitalphotos.net | Dundee Photographics
Im traditionellen Sinne ist Mode in erster Linie Ausdruck von Eitelkeit oder Statusdenken. Diese Auffassung stammt aus einer Zeit, als sie das Standesdenken markierte und Kleiderkonventionen allgemein akzeptiert waren, was heute nur noch in der Arbeitswelt der Fall ist. Ein gesundes Maß an Eitelkeit aber ist wichtiger Bestandteil jeder Persönlichkeit, weil sie im Grunde genommen von dem Bedürfnis getragen wird, von den Mitmenschen positiv wahrgenommen zu werden.
 
Eitelkeit ist das Grundbedürfnis, das Symptom sind eine gute Erscheinung und der Wunsch, sich von anderen Menschen abzuheben. Dies geschieht durch die Auswahl der Stoffe, der Farben, des Materials und durch den Zweck, also Gelegenheit und Anlass. Außenwelt und Innenwelt interagieren über verschiedene Stufen der Wahrnehmung über diverse nichtsprachliche Signale.
 
Mode ist insofern auch ein Gestus, wie eine freundliche Handbewegung, ein Teil der menschlichen Kommunikation. Wer diese Sprache beherrscht, ergänzt seinen Wortschatz um einen weiteren Aspekt. Wie über die menschliche Sprache selbst verleiht sich der Mensch über die Mode eine weitere symbolische Ausdrucksform, die einzelne Fassetten seiner Innerlichkeit zum Ausdruck bringt und entfaltet so seine Persönlichkeit und vervollständigt sie. Mode ist kein lebenswichtiges Medikament aus der Apotheke, aber ein Stoff der das seelische Wohlbefinden verbessert und daher in der richtigen Anwendung gesund.
 
So betrachtet, sind Kleider und Mode, ob man ein schlicht gepflegtes oder extrovertiertes Erscheinungsbild bevorzugt, ein wichtiger Beitrag einer positiven seelischen Verfassung. Ihre Aufgabe ist es, das allgemeine Wohlbefinden zu gewährleisten und den zeitlichen Faktoren der menschlichen Existenz entgegen zu wirken, besonders in schwierigen Lebensphasen. Wer sich gut und modisch kleidet, fühlt sich tendenziell wohl.