Die populärsten Lederarten für Stiefel

Leder gehört zu den beliebtesten Materialen für Schuhe und vor allem Stiefel überhaupt. Das liegt daran, dass die gegerbte, chemisch haltbar gemachte Tierhaut nicht nur wasserdicht ist, sondern sich gleichzeitig durch Geschmeidigkeit und Atmungsaktivität auszeichnet -   das bedeutet, dass es durchlässig ist für Luft und Wasserdampf. Es gibt verschiedenste Lederarten, deren Qualitätsmerkmale darüber entscheiden, wo sie zum Einsatz kommen. Zu diesen Eigenschaften gehören Dehnbarkeit und Bruchfestigkeit, Weichheit, Struktur und natürlich die Optik.

Leder für die Füße

Lederstiefel
Quelle: freedigitalphotos.net | J Fry
Sehr hochwertige und entsprechend teure Stiefel werden oftmals aus Kalbsleder, dem so genannten „Boxcalf“ gefertigt. Es ist weich und gleichzeitig straff, die feine Struktur und Maserung verleihen ihm das im Oberlederbereich beliebte Muster. Das Oberleder ist der eigentliche, auf den ersten Blick „sichtbare“ Teil des Schuhs. Doch auch für kleinere Geldbeutel gibt es Lederstiefel, die die Vorzüge des Materials in sich vereinen und dennoch bezahlbar bleiben. Oftmals wird hier zu Veloursleder gegriffen. Es kann von verschiedenen Tierarten stammen und gilt als besonders weich und geschmeidig. Nicht zu verwechseln ist es mit dem Wildleder, das zwar ähnliche optische Merkmale aufweist, aber nur von Elchen, Rehen oder Gämsen stammt.
 
Verbreitet ist auch das Rindsleder, das für Gebrauchsstiefel benutzt wird, da es massiv und biegsam ist. Es ist dicker und besitzt eine gröbere Struktur als Kalbsleder. Besonders im Winter hält es warm und übersteht auch Schneewanderungen unbeschadet. Es gibt noch viele andere Lederarten, die für Stiefel genutzt werden und jeweils ihren eigenen Charme besitzen. Umstritten bleibt Exotenleder, das von Krokodilen oder Schlangen stammt. Sein Reiz liegt in der feinen Schuppenstruktur, die es von anderem Leder unterscheidet. Noch immer ungewöhnlich ist Fischleder: Es sieht ebenfalls exotisch aus und stammt nicht von bedrohten Tierarten.

Pflege für Lederstiefel

Trotz der Haltbarkeit von Leder bedürfen Lederstiefel regelmäßiger Pflege. Dass sie nach Jahren an Geschmeidigkeit verlieren können, hat mit dem sinkenden Fettgehalt zu tun – es ist daher ratsam, sich schon beim Kauf über Produkte zu informieren, die neuen Glanz verleihen. Dazu zählen Schuhcreme, Lederöle und Lederpolitur. Eine zu rasche Trocknung nach einen Regenschauer sollte vermieden werden, da es hierbei zu Rissen und unschönen Brüchen im Material kommen kann.

Wie man sieht gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Stiefelmodellen für jeden Anlass und sollten somit in keinem Frauenschrank fehlen. Passend zum richtigen Stiefelpaar, sollte auch unbedingt der Gürtel ausgesucht werden.