Japanische Getas

Mit der Bezeichnung Geta sind hölzerne japanische Sandalen gemeint, welche gemeinsam mit traditioneller Bekleidung, wie beispielsweise einem Kimono, getragen werden. Der Geta kann daran erkannt werden, dass er stelzenähnliche und sehr hohe Sohlen hat. Diese Sohlen bewahrten in der Vergangenheit die Füße vor Unrat und Abwässern auf der Straße. Die Reinlichkeit wurde in der japanischen Kultur schon immer als hohe Tugend angesehen.
Von den Getas gibt es viele verschiedene Varianten, die hier im Einzelnen ein wenig näher vorgestellt werden sollen.
Damen Geta
Quelle: Japanzimmer.de

Japanische Getas wie die Ahsi-da, Yama Geta, Yoshiwara Geta, Pokkuri Geta

Die Ashi-  da ist eine Variante, bei der im Vergleich zu normalen Getas die Stege der Sohle noch ein Stück höher ausfallen. Besonders für den Einsatz bei Regenwetter waren diese Schuhe gedacht. Die Yama-  Geta sind eine Variante, bei der das Fußbrett und die Sohlen nahtlos aus dem gleichen Holzstück angefertigt werden. Gefertigt und angeboten wurden diese Schuhe bevorzugt von Zimmerleuten. Die Yoshiwara-  Geta sind mit den Yama-  Geta zu vergleichen, allerdings werden erstere aus Sicheltannenholz gefertigt. Aus Bambusfasern besteht dabei der Riemen. Die Pokkuri Geta werden in der Regel von jüngeren Mädchen getragen. Die Unterseite dieser Getas ist weiß oder schwarz lackiert und sie sind recht hoch. Oft werden sie auch als Kobokobo, Koppori oder Okobo bezeichnet.

Japanische Getas wie Yanagi-Geta, Ba Geta, Koma Geta

Die Robo sind Getas mit unterschiedlich geformten Sohlen, bei denen die Nägel, mit welchen die Sohlen befestigt wurden auf der oberen Fußbettseite zu sehen sind. Bei den Yanagi-  Geta ist die Sohle aus Magnolienholz und das Fußbett aus Weidenholz. Ein Ba-  Geta ist der Vorfahre der derzeitig aktuellen Geta. Dabei ist das Fußbett viereckig, die Sohlen sind verschieden geformt und sie sind aus Sicheltannenholz gefertigt. Die Sohlen sind schräg geformt und so wird beim Aufsetzen des Fußes auf den Boden ein Ton erzeugt, der an das Klappern von Pferdehufen erinnert. Eine Weiterentwicklung der Ba-  Geta sind die Koma-  Geta. Diese kommen sowohl bei trockenem als auch bei Regenwetter zum Einsatz. Sie galten als Alltagsschuhwerk von Frauen und Männern.

Japanische Getas wie Kiri Geta, Odawara Geta, Ipponba Geta

Die Kiri-  Geta sind kostspielig, denn nach der Einführung der Koma-  Geta waren diese Luxusartikel. Später wurden sie naturbelassen angeboten oder anfangs schwarz lackiert. Der Odawara-  Gata ist die Urform der Geta für Trockenwetter. Die Sohlen waren bei Abnutzung ersetzbar und die Riemen wurden aus Leder gefertigt. Die Schuhe galten damals unter anderem auch als Statussymbol. Die Ipponba-  Geta haben nur einen einzigen Quersteg pro Schuh. Diese Geta wurden von Akrobaten und Straßenkünstlern getragen, um so den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Die Schuhe helfen, die Beinmuskeln zu stärken und die Körperbalance zu erhöhen.