Hochzeitsmode

Offiziell ist es die Eheschließung, die Romantiker nennen das Ereignis „den schönsten Tag im Leben“. Zur Hochzeit wollen das Paar aber auch die Gäste besonders stilvoll gekleidet sein. Während er meist einen klassischen dunklen Anzug trägt, hat sie die Qual der Wahl. Für ihr Brautkleid geben Frauen nicht selten ein kleines Vermögen aus. Das Brautkleid, so wie wir es kennen, kam erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Zuvor trugen die Frauen einen Sonntags-   oder Festtagsstaat, der für alle wichtigen Ereignisse ihres Lebens bestimmt war. Ein Kleid nur an einen einzigen Tag zu tragen, war damals für viele Frauen unvorstellbar.

Weiß als Zeichen der Reinheit

Hochzeitsmode
Quelle: freedigitalphotos.net | Sharron Goodyear
Die traditionelle Farbe des Brautkleides in Europa ist Weiß als Zeichen der Reinheit. Den Anstoß zum tragen heller Kleider schreibt man dem Adel um 1600 zu. Das Tragen weißer Brautkleider lässt sich jedoch nur bis in die 1920er zurückverfolgen – die Tradition ist also noch recht jung. Creme-   oder champagnerfarbene Brautkleider sind seit langem beliebt, geheiratet wird aber auch in rosa, Bordeauxrot, grün oder schwarz. Schleppen, Spitzen und Verzierungen sind bei vielen Brautkleidern noch ein Muss, ebenso wie der passende Schleier, Haar- und Halsschmuck, Handschuhe und selbstverständlich die Blumen.
 
Immer mehr Frauen brechen jedoch mit der Tradition und entscheiden sich für schlichte Kleider oder gar einen Hosenanzug. Ausschlaggebend ist der persönliche Geschmack der Trägerin. Ein ganz besonders heißes Thema sind die Hochzeitsdessous. Da die moderne Braut gern asymmetrische und schulterfreie Kleider mit tiefem Ausschnitt trägt, sind Torseletts und trägerfreie BHs besonders beliebt. Gern zurückgegriffen wird auch auf figurbetonende und –formende Dessous. Bei den Farben ist längst nicht mehr weiß der Favorit, Champagner hat den Klassiker abgelöst. Doch auch völlig andere Farben wie Pastelltöne oder Bordeaux werden getragen.